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VORSCHAU

Reise in die Föhrer Urzeit – Riesenhaie, Wale Tintenfische

Sonderausstellung vom 25. April 2026 bis 31. Oktober 2026

Das Friesen-Museum auf Föhr und das Geotanium Gettorf lassen die Urzeit der Insel lebendig werden. Im Mittelpunkt stehen Fossilien, von denen ein Großteil direkt auf Föhr entdeckt wurde. Diese einzigartigen Originalfunde werden ergänzt durch eindrucksvolle Illustrationen des Geologen Johannes Jannsen, der mit seinen Bildern längst vergangene Lebenswelten anschaulich rekonstruiert. Diese Kunstform wird als Paläo-Art bezeichnet – eine Disziplin, die wissenschaftliche Erkenntnisse der Paläontologie aufgreift und künstlerisch interpretiert.

Wie sahen Tiere und Pflanzen aus, deren Überreste heute als Fossilien erhalten sind? Welche Landschaften prägten die unterschiedlichen Erdzeitalter, und welches Klima herrschte damals? Geologen können solche Fragen anhand von Gesteinen und Fossilien beantworten. Johannes Jannsen hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Erkenntnisse sichtbar und verständlich zu machen.

Neben einem Panorama der Urzeit Norddeutschlands präsentiert die Sonderausstellung zahlreiche Exponate der Föhrer Urzeit. Die Fossiliensammlung des Friesen-Museums bildet dafür die Grundlage und lässt ausgewählte Stücke in neuem Licht erscheinen.

Zahlreiche Fundstücke stammen unmittelbar aus dem Untergrund der Insel selbst. Bereits in etwa 40 Metern Tiefe liegen hier die Ablagerungen der Ur-Nordsee, deren Alter zwischen drei und zwanzig Millionen Jahren liegt. Diese geologischen Schichten berichten von einer faszinierenden Vergangenheit: von Riesenhaien und frühen Walen sowie von einem Klima, das der heutigen Biskaya ähnelte.

Ergänzt wird die Ausstellung durch Fundstücke aus dem Geotanium, die zum Anfassen einladen und ihre ganz eigenen Geschichten erzählen. An interaktiven Mitmach-Stationen haben Besucherinnen und Besucher zudem die Möglichkeit, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen und ein wenig zu forschen.