AKTUELL

Kapitän Jürgen Rickmers – Durch die Stürme des 19. Jahrhunderts

Begleitende Sonderausstellung zum Live-Musik-Podcast am 18.09.21

seit September 2021

Jürgen Rickmers aus Süderende ist eine herausragende Persönlichkeit unter den Föhrer Seefahrern des 19. Jahrhunderts. Schon mit 23 Jahren wird er Kapitän auf einem amerikanischen Segelschiff. Er steuert die wichtigsten und einflussreichsten Häfen der Welt an. Auf seinen Reisen erlebt er unglaubliche Abenteuer. Durch seine guten Geschäftsbeziehungen in Amerika wird er zu einem der reichsten Männer Schleswig-Holsteins.

Mit Rickmers Leben erzählen die Mitwirkenden auch die Geschichte einer Ära. Es ist die Mitte des 19.Jahrhunderts. Es ist der Vorabend der Moderne – die Welt ist im Umbruch, das globale Machtgefüge verändert sich. In England boomt die industrielle Revolution und setzt große soziale und gesellschaftliche Veränderungen in Gang. Gleichzeitig verbreiten sich Ideen von libertären und demokratischen Gesellschaften wie ein Lauffeuer in Europa und Amerika. In diesem Spannungsfeld bewegt sich Jürgen Rickmers als Kapitän zwischen den Welten.

In der Seefahrtsabteilung des Friesen-Museums gibt es zu diesem Anlass eine kleine begleitende Ausstellung. Präsentiert werden persönliche Gegenstände aus dem Leben Jürgen Rickmers sowie eine Hörstation mit Auszügen aus dem Podcast.

Den gesamten Podcast finden Sie unter diesem Link.

Die Mitwirkenden:

Sprecher: Peter Bieringer(Profi-Sprecher)und die Franziska Herrmann(Schauspielerin & Sängerin) Daniel Hautmann (Journalist),Björn Maass

Musik: Hagen Kuhr(Cello) und Dominik Dittrich(Klavier)

Sound: Bente Faust (Ururenkel von Jürgen Rickmers, Musiker, Songwriter, Produzent)

ÜBER DIE INSELN FÖHR UND AMRUM

Gemälde von Susanne Wind

15. Mai bis 31. Oktober 2021

Die Bilder von Susanne Wind sind Balsam für die Seele. Denn es sind Licht, Atmosphäre und die ganz unterschiedlichen jahreszeitlichen Stimmungen auf den Inseln, die ihre Bilder durchdringen.

Susanne Wind hat den Blick für die besten Motive. In den vergangenen zwei Jahren ist die Künstlerin regelmäßig nach Föhr und Amrum gereist, um hier jeden lohnenden Blickwinkel aufzuspüren. Ob eine verschneite Dorfstraße, ein blumenumranktes Gartentor, ein Bohlenweg durch die Dünen oder spielende Kinder am blauen Meer, – jede Momentaufnahme hat durch eine nuancierte Farbwahl ihre ganz eigene Stimmung im Hier und Jetzt. Neben Ausschnitten von Landschaften und Dorfansichten hat die Malerin auch Inseltraditionen wie die Trachten oder das Biikebrennen als Bildmotive ausgewählt.

In ihrem künstlerischen Schaffen verbindet Susanne Wind Pleinairmalerei mit Atelierarbeit, indem sie die Motive zunächst mit ihrer analogen Fotokamera festhält und die Vorlagen später im Atelier malerisch umsetzt. Dabei verwendet die Künstlerin für ihre Malerei ausschließlich Eitempera, Farben, die sie aus Leinöl und Ei selbst herstellt.

Im Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum werden ab dem 16. Mai 2021 rund 70 der auf Föhr und Amrum entstandenen Gemälde von Susanne Wind in unterschiedlichen Formaten ausgestellt.

Susanne Wind, geboren in Hamburg 1965, malte nach dem Studium der Malerei an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg viele Jahre Pleinair – auf Mallorca, in Dänemark und in Norddeutschland. Erst mit ihrer Übersiedelung in die USA, nach Pennsylvania im Jahr 2000, wurde sie allerdings malerisch häuslich und zog in ein Atelier. Seit 2003 lebt die gebürtige Hamburgerin nun wieder in ihrer Heimatstadt und hat ihr Atelier in Hamburg-Ottensen.