RÜCKBLICK

ÜBER DIE INSELN FÖHR UND AMRUM

Gemälde von Susanne Wind

15. Mai bis 31. Oktober 2021

Die Bilder von Susanne Wind sind Balsam für die Seele. Denn es sind Licht, Atmosphäre und die ganz unterschiedlichen jahreszeitlichen Stimmungen auf den Inseln, die ihre Bilder durchdringen.

Susanne Wind hat den Blick für die besten Motive. In den vergangenen zwei Jahren ist die Künstlerin regelmäßig nach Föhr und Amrum gereist, um hier jeden lohnenden Blickwinkel aufzuspüren. Ob eine verschneite Dorfstraße, ein blumenumranktes Gartentor, ein Bohlenweg durch die Dünen oder spielende Kinder am blauen Meer, – jede Momentaufnahme hat durch eine nuancierte Farbwahl ihre ganz eigene Stimmung im Hier und Jetzt. Neben Ausschnitten von Landschaften und Dorfansichten hat die Malerin auch Inseltraditionen wie die Trachten oder das Biikebrennen als Bildmotive ausgewählt.

In ihrem künstlerischen Schaffen verbindet Susanne Wind Pleinairmalerei mit Atelierarbeit, indem sie die Motive zunächst mit ihrer analogen Fotokamera festhält und die Vorlagen später im Atelier malerisch umsetzt. Dabei verwendet die Künstlerin für ihre Malerei ausschließlich Eitempera, Farben, die sie aus Leinöl und Ei selbst herstellt.

Im Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum werden ab dem 16. Mai 2021 rund 70 der auf Föhr und Amrum entstandenen Gemälde von Susanne Wind in unterschiedlichen Formaten ausgestellt.

Susanne Wind, geboren in Hamburg 1965, malte nach dem Studium der Malerei an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg viele Jahre Pleinair – auf Mallorca, in Dänemark und in Norddeutschland. Erst mit ihrer Übersiedelung in die USA, nach Pennsylvania im Jahr 2000, wurde sie allerdings malerisch häuslich und zog in ein Atelier. Seit 2003 lebt die gebürtige Hamburgerin nun wieder in ihrer Heimatstadt und hat ihr Atelier in Hamburg-Ottensen.

MÖWEN. MÜLL. UND MEERJUNGFRAUEN.

Cartoons · Comics · Illustrationen

20. September 2020 bis 25. April 2021

Weltweit werden die Meere vollgemüllt. Von der Industrie. Durch unseren Konsum. Vor allem die immer weiter zunehmende Produktion von Kunststoffen führt zu einer enormen Bedrohung von Lebensräumen aller Arten. Namhafte internationale Künstler*innen der Disziplinen Cartoon, Comic und Illustration widmen sich mit künstlerisch-kreativen, fröhlich-nachdenklichen und unterhaltsam-kritischen Positionen dem Thema Verschmutzung und Schutz der Meere.

Zur Eröffnung am 20. September 2020 im Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum erscheint ein umfangreicher Katalog im Carlsen-Verlag sowie eine Sonderausgabe der Satire-Zeitung Alles, alles Gute.

DEN FRÜHEN FRIESEN AUF DER SPUR

Neueste Erkenntnisse zur Archäologie auf Föhr

23. Februar bis 6. September 2020

Bis vor kurzem wusste man wenig darüber, wo genau auf Föhr die Insulaner in vorgeschichtlicher Zeit gesiedelt haben. Die drängende Forschungsfrage konnte überraschend im Juni 2006 durch die Luftbild-Archäologie teilweise gelöst werden: Durch eine anhaltende Dürre in jenem Sommer waren aus der Luft plötzlich die Grundrisse ganzer Dörfer aus dem ersten Jahrtausend nach Christus zu erkennen – eine sensationelle Entdeckung, die nun gezielte Untersuchungen ermöglichte. Es folgten geomagnetische Messungen und Ausgrabungen, die in ein sechsjähriges, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt mündeten.

Die Archäologen vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung (NIhK) untersuchten das Alter, die Bebauung und die Wirtschaftsweise der neu entdeckten Siedlungen, die am Geestrand zwischen Oevenum und Wrixum sowie in der Nähe von Witsum, Goting und Nieblum liegen und die wahrscheinlich der Ursprung der heutigen Dörfer sind. Überraschenderweise hatten die Orte keinen agrarischen Charakter, sondern es zeigte sich, dass hier Handel und Gewerbe betrieben wurden und die Insel Föhr am schwunghaften überregionalen Nordseehandel der Wikingerzeit beteiligt war.

Zum ersten Mal wurden die neuen Forschungsergebnisse nun der Öffentlichkeit in einer Sonderausstellung im Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum präsentiert. Ein Begleitheft ist im Museumsshop erhältlich.

SOMMERFRISCHE UND NATURIDYLL

Ein fotografischer Spaziergang durch das Seebad Wyk auf Föhr um 1900

15. September 2019 bis 02. Februar 2020

Wyk auf Föhr feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Seebadjubiläum. Diesem Ereignis widmet sich das Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum mit einer Ausstellung großformatig reproduzierter historischer Fotografien aus dem eigenen Bildarchiv. 

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung vom beschaulichen Badeort zum illustren Seebad durch die Linse ortsansässiger FotografInnen wie Caroline Hammer, Waldemar Lind und Georg Weigelt. Intime private Aufnahmen und inszenierte Souvenirfotografien zeugen vom vergnüglichen Strandleben der reisenden Städter: Flanieren auf der Promenade, Lustkutterfahrten am Südstrand, Ausfahrten im Badekarren, Sandburgenwettbewerbe und Blumenkorsos für die Kinder. 

Bei Ausflügen in die Inseldörfer und auf die Hallig Oland fanden die Urlaubsgäste hingegen Ursprünglichkeit und malerisches Naturidyll. Porträtfotografien charakterisieren die Einheimischen im Gegensatz zur feinen Stadtgesellschaft als raue Seehundjäger, vollbärtige Halligbewohner und selbstbewusste Friesinnen in Tracht. Idealisierte Typenbilder und landschaftliche prägten die Vorstellungen des städtischen Publikums von lokaler „Identität“. Im Jubiläumsjahr 2019 werfen die Fotografien die Frage auf, welche Bildmotive noch heute symbolisch für Insel und Heimat stehen.

FÖHR IM BLICK

Norddeutsche Realisten malen zum Seebadjubiläum

23. Juni bis 01. September 2019

Wyk auf Föhr feierte 2019 sein 200-jähriges Seebadjubiläum. Diesem Ereignis widmet sich auch das Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum mit einer Ausstellung der Künstlergruppe Norddeutsche Realisten.

Auf Einladung des Museums reisten die Malerinnen und Maler im Sommer 2018 nach Föhr, um das Seebad Wyk und die Insel aus der heutigen Perspektive zu malen. Es war ein glücklicher Umstand, dass gleich elf Künstlerinnen und Künstler der Gruppe für das Malprojekt auf Föhr begeistert werden konnten: Margreet Boonstra, Tobias Duwe, Meike Lipp, Mathias Meinel, Lars Möller, André Krigar, Ulf Petermann, Frank Suplie, Corinna Weiner, Nikolaus Störtenbecker und Till Warwas.

Von Juni bis September wurden über 100 der auf Föhr entstandenen Kunstwerke in einer Verkaufsausstellung präsentiert.

Der begleitende Ausstellungskatalog ist im Museumsshop erhältlich.

KURS NORD

Neues von Ole West

14. Juli bis 30. September 2018

Ab dem 14. Juli 2018 zeigt das Friesen-Museum in Wyk eine Ausstellung mit neuen Arbeiten des bekannten Künstlers Ole West. Der Grafiker, Maler und Illustrator ist ein Künstler des Nordens. In Wedel an der Elbe zu Hause, gehören maritime Elemente wie Leuchttürme, Schiffe, Seezeichen – oft gemalt auf alten Seekarten – zu den immer wiederkehrenden, aber sich auch ständig wandelnden Motiven seiner Bilder. Das spiegelt sich auch in der diesjährigen Sommerausstellung im Friesen-Museum in Wyk wieder. Die Ausstellung „Kurs Nord“ ist eine Hommage an die Insel Föhr und ihre Walfänger- und Seefahrergeschichte. Dafür hat Ole West neue Bilder in verschiedenen Techniken produziert, die hier zum ersten Mal gezeigt werden. Wer die Schaffensvielfalt des Künstlers bewundern möchte, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen.