Sonderführung: Den frühen Friesen auf der Spur

SONDERFÜHRUNG: DEN FRÜHEN FRIESEN AUF DER SPUR

mit dem Archäologen und Kurator der Ausstellung Bente Sven Majchczack

Bis vor kurzem wusste man wenig darüber, wo genau auf Föhr die Insulaner in vorgeschichtlicher Zeit gesiedelt haben. Die drängende Forschungsfrage konnte überraschend im Juni 2006 durch die Luftbild-Archäologie teilweise gelöst werden: Durch eine anhaltende Dürre in jenem Sommer waren aus der Luft plötzlich die Grundrisse ganzer Dörfer aus dem ersten Jahrtausend nach Christus zu erkennen – eine sensationelle Entdeckung, die nun gezielte Untersuchungen ermöglichte. Es folgten geomagnetische Messungen und Ausgrabungen, die in ein sechsjähriges, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt mündeten.

Die Archäologen vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung (NIhK) untersuchten das Alter, die Bebauung und die Wirtschaftsweise der neu entdeckten Siedlungen, die am Geestrand zwischen Oevenum und Wrixum sowie in der Nähe von Witsum, Goting und Nieblum liegen und die wahrscheinlich der Ursprung der heutigen Dörfer sind. Überraschenderweise hatten die Orte keinen agrarischen Charakter, sondern es zeigte sich, dass hier Handel und Gewerbe betrieben wurden und die Insel Föhr am schwunghaften überregionalen Nordseehandel der Wikingerzeit beteiligt war.

Zum ersten Mal werden die neuen Forschungsergebnisse nun der Öffentlichkeit in einer Sonderausstellung im Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum präsentiert.

Preis: € 1,50 Ki. / € 3,00 Erw. zzgl. Eintritt. Wir bitten um Voranmeldung unter Tel.: 04681-2571.

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