Museum

Durch ein Tor aus mächtigen Blauwalunterkieferknochen betreten die Besucher das Gelände des Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museums. Auf dem ca. 10000qm großen Grundstück inmitten der Stadt Wyk befindet sich neben dem Haupthaus mit kulturhistorischer Sammlung auch das 1617 erbaute und damit älteste Haus der Insel Föhr, das im Jahre 1927 aus dem Dorf Alkersum auf das Museumsgelände versetzt wurde. Eine Bockwindmühle von der Hallig Langeneß und eine landwirtschaftliche Scheune aus dem Dorf Midlum runden das Bild des kleinen Freilichtmuseumskomplexes ab.

Die kulturgeschichtliche Sammlung des Friesen-Museums wird in 10 Räumen auf einer Fläche von ca. 600qm präsentiert. Ein Höhepunkt der Sammlung bildet die Walfang- und Seefahrtsabteilung im Obergeschoss, aber auch die volkskundliche Ausstellung mit den kostbaren Föhringer Trachten oder der neu gestaltete Naturkunderaum mit seinen spielerischen Animationen sind bei den Besuchern besonders beliebt.

Das Friesen-Museum wurde bereits im Jahre 1908 eröffnet und ist eines der ältesten Heimatmuseen Deutschlands. Es besitzt die bedeutendste kulturgeschichtliche Sammlung der nordfriesischen Inseln und ist damit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Maßgeblich beteiligt am Aufbau der Sammlung und der Entwicklung des Museums war der auf Föhr lebende Arzt und Heimatforscher Dr. Carl Häberlin, dessen Namen das Museum trägt.

Das von dem Hamburger Architekten Heinrich Bomhoff entworfene Museumsgebäude sollte sich mit seinem Reetdach und den Sprossenfenstern in die traditionelle Hauslandschaft der Insel Föhr einfügen, um so dem heimatlichen Sammelgut einen angemessenen Rahmen zu verleihen. Bis heute werden das historische Ambiente der Ausstellungsräume sowie die Harmonie des gesamten Museumsensembles von den Besuchern geschätzt.


Museumseingang